Der Lokator des Zisterzienserklosters

Der Lokator des Zisterzienserklosters
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  • ISBN: 978-3-86863-015-2
  • 526 Seiten
  • 1. Auflage
  • 1 schwarz-weiß Foto
  • Format: 13 x 20 cm
  • 2008
Die durch seine Eltern verhinderte Liebe zu einer Unfreien treibt den noch jugendlichen... mehr
Die durch seine Eltern verhinderte Liebe zu einer Unfreien treibt den noch jugendlichen Burggesessenen, Heinrich von Hahnenfels, in das Kreuzritterheer. Doch nicht etwa die erlittenen Strapazen, sondern die brutalen Handlungen an den Wehrlosen, die Grausamkeiten, Mord, Totschlag und Nötigung, seine wachsende Verzweiflung, die Suche nach der Nähe Gottes und die drängender werdende Bitte nach Vergebung waren es, die ihn in einem Zisterzienserkloster, abgeschieden von der Welt, Zuflucht suchen und das Gelübde sprechen ließen. Doch wirtschaftliche Zwänge machten es notwendig, dass er, als der jüngste und rüstigste Mönch, die Aufgabe übertragen bekam, als Lokator siedlungswillige Bauernfamilien in das Klostergebiet ostwärts der Oder zu holen. Dazu reiste er in seine Heimatregion und fand dort, unweit seines Elternhauses, Interessierte, die ihm mit Wagen, Karren und Tieren auf einen beschwerlichen Treck ins Land der Slawen und Polen folgte. Den Mut, seine Eltern aufzusuchen, fand er allerdings nicht. Langsam fand er als Mönch, vom Abt beauftragt, Ansprechpartner für die Neubürger zu sein, wieder in das Leben außerhalb der Klostermauern und des Konvents zurück. Er musste sich im Widerstreit mit den unterschiedlichsten, weltlichen Begebenheiten und bösen Ereignissen, behaupten, schlichtete Streitigkeiten zwischen den einheimischen Slawen und den Deutschen und half, in Verbindung mit dem deutschen Schultheiß, Konflikte zu beseitigen. So wurde er ein guter, gesuchter, notwendiger und selbstloser Mittler zwischen Gott, Kloster und der kleinen Welt rund um Kolbatz und Stettin. Er gab insbesondere dem jungen Burschen Johannes Halt. In ihm glaubte er, sich selbst zu erkennen, führte ihn und seinen Freund Egbert und erfuhr so schließlich selbst, auch als Gottesmann, von seinen, nun bereits alten Eltern, Vergebung und viele Neuigkeiten, die er niemals für möglich gehalten hätte. Besondere Maßnahmen mussten getroffen werden, um alles in die richtige Reihe zu bekommen.
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