Wald und Wild – Eigentum der Bürger

Wald und Wild – Eigentum der Bürger

Geschichte der Region und des Reviers Klepelshagen in Mecklenburg-Vorpommern


EUR 14,80
inkl. Mwst
auf Lager

2011
310 Seiten

ISBN 978-3-86863-063-3


Mit 16 schwarz-weiß-Fotos und 8 Abbildungen.

Format: 19 x 13,5 cm

Heinz Lenkat, Förster, Jäger und wacher Beobachter seiner Umwelt, lebt seit Jahrzehnten im Dreiländereck von Mecklenburg, Brandenburg und Pommern.
In diesem Buch beschreibt er die Naturgeschichte der Region um den Ort Klepelshagen. Dabei wird erkennbar, dass sich in diesem kleinen Fleckchen Erde durchaus auch die gesellschaftlichen Entwicklungen der Außenwelt spiegeln.
Der Leser gewinnt tiefe, sehr persönliche Einblicke in den Wandel der Landschaften am Beispiel der Wald- und Jagdgeschichte.

Man kann nachvollziehen, dass es weder in der frühen Kaiserzeit, noch im Verlauf der Besitznahme des Landes durch Fürsten, im Feudalismus und Kapitalismus bis in die Parteienlandschaft der BRD gelungen ist, den Bürgern Wald und Wild dauerhaft als Eigentum in der jeweiligen Verfassung zu garantieren. Versuche in der DDR eindeutiges gesellschaftliches Eigentum sicher zu stellen, blieb unvollständig. Mit der Abwicklung und Restitution der Besitzverhältnisse an Grund-, Boden und großen Produktionsmitteln hat die deutsche Treuhandanstalt wieder private Eigentumsrechte mit großen ökologischen und ökonomischen Risiken geschaffen.




Über den Autor!

Geboren am 11. November 1936 in der Charite/Berlin-Tiergarten. Sohn des aus einer ostpreußischen Landwirts- und Pferdezüchterfamilie stammenden Fleischers Paul Lenkat. Aufgewachsen in Pyritz/Hinterpommern bei der Großmutter. 1945 Aussiedlung der Großeltern nach Warthe/Uckermark und der Eltern nach Berlin-Neukölln. Besuch der Grund-Schule in Berlin aber auch einer erstklassigen Pantoffelschule in Warthe.
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1952 Beginn der Lehre als Forstfacharbeiter im Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb Lychen/Uckermark, ehemals Deutsche Demokratische Rrpublik, bei dem Oberförster Hans Jürgen David, Oberförsterei Brüsenwalde. Danach die Prüfung (1955–59) als Forstingenieur in der Forstfachschule Rabensteinfelde, Bezirk Schwerin/Mecklenburg bestanden.
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1959 Revierförster im Revier Klepelshagen des Staatlichen Forstwirtschaftsbetriebes Torgelow. 1962 das erste lebende Rotwild im Revier gesehen. Jagdleiter, 16 Jahre ehrenamtlicher Vorsitzender der Jagdgesellschaft-Wildforschung/Staatsjagdgebiet Rothemühl. Sieben Jahre bis 1988 jagdlicher Begleiter des Mitglieds des Politbüros der SED, Werner Elfe. Im Wildforschungsgebiet Mitarbeiter bei den Forschungsaufgaben, neben anderem viele hundert Rothirschabwurfstangen sortiert und ausgewertet. Im Forstrevier Vertreter einer naturnahen Forstwirtschaft, nicht zu viel in die natürlichen Abläufe einmischen, nur überall präsent sein und behutsam unterstützen und vorsichtig ernten. Träger vieler Auszeichnungen der DDR und der Titel Revier-, Ober- und Hauptförster.
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Nach der Vereinigung beider deutscher Staaten 1995 aus dem forstlichen Landesdienst Mecklenburg-Vorpommern beim Verkauf des Reviers ausgeschieden und als mobiles Inventar an den neuen Besitzer übergeben.


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