Milow

Milow

Gestern • Heute • Morgen


EUR 25,00
inkl. Mwst
auf Lager

2014
264 Seiten

ISBN 978-3-86863-148-7


Mit über 100 Farbfotos, 60 schwarz-weiß Bildern sowie viele Karten und Abbildungen.

Format: 21 x 29,7 cm cm

Dieses neue Buch der Milower erscheint in Verbindung auch mit dem 80. Jahr der Ansiedlung von 1934, als Milow im wesentlichen seine heutige Struktur erhalten hat. Jene die 1934 kamen, oder 1945, jene die lange davor kamen und deren Nachrichten bis heute überdauert haben und auch jene die von Milow aus in die Welt hinauszogen oder erst seit ganz kurzem hier sind – alle waren sie eingeladen mit einem ganz persönlichen Beitrag unsere „Milow- Buch-Tradition“ fortzuschreiben. Nach dem „Milower Mosaik“ von 1995, den „Milow – Geschichten und Geschichte“ von 2011 folgt nun innerhalb kurzer Zeit ein weiteres Buch „Milow – Gestern, Heute, Morgen“. Dies ist insbesondere den neuen Dokumenten geschuldet, die viel von den Menschen erzählen können in ihrer jeweiligen Zeit. Ihre Freude, ihr Ansporn und ihre Hoffnungen die sie hegten – und die Enttäuschungen, ja das Grauen, das sie erleben mussten. Die Hoffnungen von uns Heutigen ist, dass Milow auch in Zukunft jenes „Wohlfühldorf mit eigener Identität“ sein wird, das es heute ist. Dazu ist unser aller Einsatz gefordert, von alleine wird nichts! Wir sind auf dem Weg ins grösser werdende demokratische Europa; dies verlangt und verdient unsere ganze Aufmerksamkeit und Anstrengung.

Zum Ersten: Im Jahre 2014 sich vorzustellen, nachempfinden zu wollen wie unsere Neuankömmlinge in Milow sich 1934 gefühlt haben, was sie im Innersten ihres Herzens dazu getrieben hatte in der Uckermark neu Fuss fassen zu wollen, Familie zu gründen, einen landwirtschaftlichen Hof zu betreiben – dies alles kann sich uns Heutigen nur in Ansätzen erschliessen. Was uns bleibt, ist eine Annäherung durch die Berichte unserer Vom-Hörensagen-Zeitzeugen – und die Achtung vor dem persönlich Geleisteten. Auch die Verpflichtung zur kritischen Reflexion über den jeweils herrschenden Zeitgeist, wobei wir der einfachen Besserwisserei der Nachgeborenen nicht das Wort reden wollen.

Zum Zweiten: Der Moderne sich zu verschliessen – zwecklos – das „Gute, Alte, Ehrwürdige“ zu bewahren, erinnerungsfähig zu halten ist auch Ziel dieses Buches über Milow. Es kann beispielhaft für viele Orte stehen.
Insofern ergibt sich für uns Heutige eine Parallelwelt: Dort die globale Welt, die uns so nahe scheint dank Internet, hier die eigene, engere Heimat, die uns nicht aus dem Sinn gleiten darf. Auch mit dem Buch geht es so: Verhaftet der Gutenbergschen Erfindung aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, diese markierend den Ausgang aus dem Mittelalter, sieht es sich mit der digitalen Welt konfrontiert. Das Buch hat noch sehr lange Zukunft!

Zum Dritten: Die Sicherung von historischen Dokumenten, auch über Milow hinaus, ist eine wesentliche Komponente dieses Buchs. Nicht dass wir als Dorfgemeinschaft dies alleine leisten könnten, aber Fingerzeige wollen wir schon geben. Wir wollen auf Dokumente hinweisen die es wert wären als „Quasi-Originale“, als Faksimile, die Zeiten zu überdauern. Gesichert u. a. durch vielfache Verbreitung in Buchform. Insofern ist das Aufspüren weiterer Zeugnisse aus vergangenen Tagen von grosser Bedeutung. Zusätzlich müssen viele der Dokumente „lesbar“ gemacht werden - und sei es nur durch „Übersetzung“ z. B. der Sütterlin-Schreibweise in unsere heutige – in identischem Wort-, Zeilen- und Seitenmass.
Es liegen noch große Aufgaben vor uns! Wir sollten sie annehmen!

Wir Heutigen zu Milow haben uns ein Motto gegeben, frei nach Erich Kästner:
„Es gibt nix Gutes, ausser man tut Es!“

Wir Heutigen zu Milow wollen uns der Zukunft widmen, frei nach Theodor Fontane:
„Alles Alte soweit es den Anspruch darauf verdient hat, sollen wir lieben;
aber für das Neue sollten wir eigentlich leben.“

(Vorwort Hans-Werner Brandau, Fritz Gampe)




Weitere Bücher von Fritz Gampe