Vom Schulbühnenspiel zum Schulfach

Vom Schulbühnenspiel zum Schulfach

Die Geschichte der Integration darstellenden Spiels in die Schule am Beispiel Hamburgs


EUR 25,00
inkl. Mwst
auf Lager

2005
600 Seiten

ISBN 978-3-937895-17-8


Format: 23,4 x 16,5 cm

In dieser Fallstudie wird die Aufnahme darstellenden Spiels in das Fächerangebot der öffentlichen Schule am Beispiel des Hamburger Schulwesens rekonstruiert. Da der Integrationsprozeß dort früher als andernorts abgeschlossen wurde, konzentriert sich die Untersuchung zunächst auf die besonderen Bedingungen, die ihn in Hamburg begünstigt haben.
Sie befaßt sich jedoch auch mit Umständen, die der Etablierung darstellenden Spiels als eines künstlerischen Unterrichtsfachs im Wege standen, und benennt ebenso die Kräfte, die sie behinderten oder sogar bewußt blockierten.
Da sich historisches Forschen erst legitimiert, wenn seine Ergebnisse auch in erkennbarer Beziehung zu gegenwärtigen Fragestellungen stehen, versucht diese Arbeit Antworten aus der Geschichte eines Faches zu geben, die zur Bewältigung der aktuellen Bildungskrise beitragen können, denn Darstellendes Spiel hat seit seinen Anfängen bewiesen, daß dieser schulischen Disziplin aufgrund seiner spezifischen Arbeitsweisen Qualifikationsmerkmale eignen, die heute in nationalen und internationalen Studien als Orientierungsrahmen einer künftigen Bildung beschrieben werden. Sie weisen über die Sofortreaktionen auf die Ergebnisse der PISA-Erhebebung hinaus.
Umfangreiches Quellenmaterial aus dem Zeitraum einer mehr als achtzigjährigen Entwicklung ist den einzelnen Kapiteln in Form von Berichten und Fotos zugeordnet. Sie erlauben Einblicke in die Spielpraxis des zurückliegenden Integrationsprozesses, können aber auch Hilfe für aktuelles Handeln geben.




Über den Autor!

Ulrich Hesse: Geboren 1927 in Nordhausen am Harz, dort Besuch der Grundschule und des humanistischen
Gymnasiums. 1943-45 Kriegsdienst. 1946 Abitur. 1946-53 Studium
(Germanistik, Sprechkunde und Sprecherziehung, Geschichte, Kunstgeschichte
und Sport) an den Universitäten Halle, Leipzig und Kiel.
1953-69 Lehrer und Spielleiter an schleswig-holsteinischen Gymnasien. Erste
Versuche mit darstellendem Spiel in der Schule, Aufbau von Schultheatergruppen
und Lehrtätigkeit am Spielleiterseminar der Universität Kiel.
1969 Wechsel in den Hamburger Schuldienst. Versuche mit Darstellendem Spiel
als Unterrichtsfach an der Gesamtschule Horn, Mitarbeit an Lehrplänen für
Darstellendes Spiel (Sekundarstufe II und Gesamtschule), 1983-90 Leitung der
Beratungsstelle für Darstellendes Spiel am Institut für Lehrerfortbildung Hamburg,
Verbandstätigkeit in regionalen und überregionalen Fachschaften, Mitherausgeber
der Zeitschrift „spiel und Theater“ (1984-98).
Seit 1993 im Ruhestand. 1998-2005 Untersuchungen zum Darstellenden Spiel in
der Schule an der Universität der Künste Berlin und der Universität Hamburg.
2005 Promotion an der Universität Hamburg über das Thema „Vom Schulbühnenspiel
zum Unterrichtsfach. Die Geschichte der Integration darstellenden
Spiels in die Schule am Beispiel Hamburgs“.