14.12.2010

Medienecho: Zauberhafter Advent in Wort und Bild



Artikel vom 14.12.2010 im Uckermark Kurier - Prenzlauer Zeitung


Zauberhafter Advent in Wort und Bild


Von Monika Strehlow


Milow.


Wer die Vorweihnachtszeit mit Geheimnisvollem und Zauberhaftem verbindet, für den kann der neue Band des Schibri-Verlages "Die Zwölften" von Werner Karsch eine Entdeckung sein. Mit alten Stichen illustriert führt er durch die uckermärkische Weihnacht bis ins Neujahr - zwölf Tage - mit all ihren Bräuchen, wie sie früher unverzichtbar schienen. Oder das schmale Bändchen "Schattengeschichten aus dem Wanderland" von Petra Elsner: Wer es verschenken will sollte unbedingt vorher selbst darin lesen. Die Publizistin und Malerin - seit 2008 lebt sie in Kurtschlag, mitten im größten Heidewald Norddeutschlands - illustrierte ihre "Schorfheidemärchen" selbst. So ergreift ihre Poesie nicht nur in Wort, sondern auch in Bild. Eine Assoziation zu "Alice in Wonderland" liegt nahe, doch macht die kleine Elli ganz eigene Entdeckungen in ihrem "Wanderland"...


Der Schibri-Verlag begibt sich mit dem schmalen Bändchen zum vierten Mal in die Welt der Legenden. Nach "Die rote Feuerkugel - Sagen aus der Uckermark", "Aus dem Sagenschatz VorpommernsI - Stralsund und Umgebung" sowie "Mit Sagen durch das Boitzenburger Land" wendet sich Verlagsleiter Matthias Schilling diesmal dem Süden der Uckermark und dem Barnim zu. In der Palette der Regionalia des im norduckermärkischen Milow beheimateten Verlagshauses sorgen sie für einen besonderen Farbtupfer.


Natürlich reihen ich hier auch die traditionellen Heimatkalender ein, die Schilling seit Mitte der 1990er Jahre sowohl für Anklam als auch Templin lektorisch betreut. Auf eine 82-jährige Tradition schaut das Peenestadt-Journal, für das sich die Stadt besonders engagiert, lobt Schilling. "Und im Templiner Heimatkalender gelang es Bärbel Makowitz wieder ganz toll, junge und alte Autoren zu vereinen." Das gelang auch im Jubiläumsband "Dat Allerbest - 10 Jahre Plattdeutscher Literaturwettbewerb des Nordkurier", der unlängst vom Schibri-Verlag gemeinsam mit dem Heimathaus des Uckermark Kurier erschien, wie berichteten. "Wir sind wegen unserer Erfahrungen mit Mundart-Publikationen von der Redaktion angesprochen worden", freut sich Matthias Schilling über das Vertrauen. Und die Nachfrage ist nach wie vor groß, weiß er zu berichten. Kein Wunder, finden sich doch in der Anthologie die schönsten Riemels und Vertellsels plattdeutsch schreibender Autoren aus dem ganzen norddeutschen Einzugsgebiet zwischen Schleswig-Holstein und der Uckermark. Zudem sind alle Preisträger seit 2001, der Erstauflage des Literaurwettbewerbs des Nordkuriers, vertreten. Außerdem macht ein Auszug aus dem "Sonderpreis Schule" des Schibri-Verlages neugierig auf ein Kinderbuch, einem Gemeinschaftswerk der AG Niederdeutsch an der evangelische "Marien"-Schule Neubrandenburg. Die Kinder durften sich ls Preis entweder einen Scheck für ihre AG wünschen, berichtet Matthias Schilling, "oder die Herausgabe eines Kinderbuches mit weiteren Texten von ihnen". Zu Ostern soll der Band über Fiete und seine Geschichten herauskommen.


So verfolgt der Verlagsleiter konsequent auch sein Engagement um Nachwuchsautoren. "Es ist ungemein wichtig, Kinder einerseits ans Lesen heranzuführen. Andererseits sage ich, dass man auch das Schreiben lernen kann", freut er sich, dass seine Söhne mit den ersten eigenen Veröffentlichungen dieses Credo bestätigen.


Geschichten sind in dieser Jahreszeit nicht nur schwarz auf weiß, sondern auch als CD beliebt. Seit fünf Jahren arbeitet Schibri mit dem Hörbuchverlag"Zielophon" von Thomas Zieler zusammen. Ihre jüngste CD "Das Weihnachtsland" macht mit dem Schweriner Schriftsteller Heinrich Seidel (1842-1906) bekannt, dessen Geschichte vom kleinen Werner und dessen Mutter von Fritz-Reuter-Kunstpreis-Träger Ekkehard Hahn stimmungsvoll erzählt wird.


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