Stadtforschung + Statistik - Ausgabe 2/2018

Flächeninformations- und Monitoringsystem für ein strategisches Flächen Management
Stadtforschung + Statistik - Ausgabe 2/2018
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  • 88 Seiten
  • 2018
Fläche ist eine knappe und begrenzte Ressource, auf die sich unterschiedliche Nutzungsansprüche... mehr

Fläche ist eine knappe und begrenzte Ressource, auf die sich unterschiedliche Nutzungsansprüche richten. In den Städten und Gemeinden handelt es sich bei der Flächennutzung um eine wichtige Aufgabe der kommunalen Planungshoheit und Daseinsversorge. Sie befindet sich im Spannungsfeld der staatlichen Regionalplanung, die vor allem aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes das Ziel verfolgt, den Flächenverbrauch zunehmend einzuschränken und längerfristig eine Flächenkreislaufwirtschaft zu erreichen. Das bedeutet, dass für Siedlungs- und Verkehrszwecke nur bereits genutzte Flächen verwendet werden. In den Städten gibt es gute Ansätze eines Flächenmanagements im Sinne einer Flächenkreislaufwirtschaft. Der Schwerpunkt Flächenmanagement und Flächenmonitoring in diesem Heft gibt einen allgemeinen thematischen Überblick und zeigt anhand von vier Städtebeispielen und einem Regionalverband die Spannweite der Herangehensweisen.
Im ersten Beitrag beschreibt Dr. Timo Munzinger die Position des Deutschen Städtetags bei den Herausforderungen eines strategischen Flächenmanagements und Konsequenzen für ein Flächeninformations- und Monitoringsystem. Thomas Preuß vom Deutschen Institut für Urbanistik gibt Antworten auf die Frage, was Informations- und Monitoringsysteme für ein strategisches Flächenmanagement leisten können und geht auf den Abbau von Mobilisierungshemmnissen ein. Über das Siedlungsmonitoring des Bundes zwischen Anspruch und Praxis berichten Gisela Beckmann und Dr. Fabian Dosch vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Ihr Beitrag mündet in dem Vorschlag, ein differenziertes und über alle föderalen Ebenen hinweg vergleichbares Siedlungsflächenbarometer für Bund, Länder und Kommunen aufzubauen.
Henning Roser schreibt über den Aufbau und die Erfahrungen mit einem neuen Arbeitsinstrument für die integrierte Stadtentwicklungsplanung, das Berliner Wohnbauflächen-Informationssystem (WoFIS). Aus Dortmund berichten Julia Kallweit und Stefan Thabe über die systematische Raumbeobachtung zur Analyse und Früherkennung räumlicher Prozesse, zur Standortfindung und der Evaluation räumlicher Entwicklungen. In der Stadt Solingen werden verschiedene Ansätze verfolgt, die Flächeninanspruchnahme zu reduzieren und Flächenkreislaufwirtschaft zu verwirklichen. Tobias Berg, Julia Gottlieb, Michael Steinhoff und Peter Vorkötter beschreiben das eingesetzte Flächeninformations- und Monitoringsystem und gehen auf den Nutzen des ExWoSt-Forschungsfeldes „Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen“ bei dessen Aufbau ein. Auf eine lange Erfahrung mit der Innenentwicklung blickt die Stadt Stuttgart zurück. Nora Rebmann und Philipp Walter berichten über das Nachhaltige Bauflächenmanagement Stuttgart (NBS), das im Sinne einer Flächenkreislaufwirtschaft nachwachsende Potenziale und die neuen Herausforderungen einer doppelten Innenentwicklung umfasst. Regionales Beispiel ist die Metropolregion Rhein-Neckar, die von Städten und Gemeinden aus drei Bundesländern gebildet wird. Eduard Kohleber und Dr. Christoph Trinemeier beschreiben die Herangehensweise bei der Aufstellung des Regionalplans und die Pläne für den Aufbau eines Regionalen Siedlungsflächenmonitorings. Hier wird deutlich, dass länderübergreifende Standards in der Flächenstatistik unerlässlich sind.
Um mehr über die örtlichen Gegebenheiten beim Flächenmanagement und Flächenmonitoring zu erfahren, haben der VDSt und die KOSIS-Gemeinschaft Kommunale Raumbezüge und Raumanalyse (KORIS) gemeinsam eine Online-Städteumfrage durchgeführt. Über die Ergebnisse der Umfrage wird im nächsten Heft berichtet. Geplant ist auch ein Beitrag von Dr. Gotthard Meinel (IÖR) über „Datenquellen für ein Flächeninformationssystem und was sie leisten können“. Um die Diskussion über das kommunale Flächenmanagement und Flächenmonitoring in der Zeitschrift fortzuführen und auch die Beteiligung der Städtestatistik zu beleuchten, sind kurze Beiträge und Einschätzungen aus der Praxis weiterhin sehr gewünscht.


Maria Kröger

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